Schirnding

 Geschichte
Zur Geschichte: Es wird vermutet, daß das reich begüterte Geschlecht der v. Schirnding schon vor dem Jahr 1200 ortsansässig war. Im Egerer Achtbuch von 1330-1340 werden die »Schirntinge« genannt.
Der ca. 1360 als »Schyrnting« erscheinende Ort steht in enger Beziehung zu Eger und zur Burg Hohenberg. Verkehrsschutz, Straßenwacht, Geleits- und Zollordnung auf der aus
Ostfranken kommenden Straße durch das innere Fichtelgebirge in den böhmischen Raum sind jahrhundertelang Hauptaufgabe der Hohenberger Burg und ihres Stützpunktes in Schirnding.
Für die Sicherung der Furt durch die Röslau entsteht eine Wehranlage und Siedlung; seit dem 16. Jhd. besteht eine Zollstation.
Mit anderen ehem. nothaftischen Lebensbesitzungen erwirbt 1413 der Burggraf von Nürnberg auch Schirnding. 1873 zerstört ein Großbrand den s Ortsteil mit Kirche.
1879 verkehrt der erste Zug MarktredwitzSchirnding, 1883 war die Strecke nach Eger fertig. Ab 1738 werden Eisensteinzechen genannt, 1920 wird Braunkohle abgebaut. 1902/03 gründet Lorenz Reichel eine Porzellanmanufaktur, die sich bald zu einer großen Fabrik entwickelt; ab 1926 Ziegelfabrikation.
Quelle: Dietmar Hermann - Fichtelgebirgslexikon

eingemeindete Ortschaften:
Dietersgrün, Fischern, Ottenlohe, Raithenbach, Seedorf, Weidighaus, Ziegelhütte

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