Schönwald

Geschichte
Markgraf Diepold III. von Nabburg-Vohburg-Cham schenkt zwischen 1125 und 1133 dem Kloster Benediktbeuren einenWald, zwischen Vielitz und Schwesnitz, wozu auch das Gebiet um Schönwald gehört. Nach seinem Tode 1146 fiel die Schenkung wieder dem Reich heim und kam in die Hände der Nothaft, die hier das Forstmeisteramt ausüben. 1316 besitzen die Förster in "Schönwalde" einen Hof mit Wolfram Amthor als Lehensmann, sie schenken ihm das Kloster Waldsassen.

Um 1400 bemächtigt sich der Nürnberger Burggraf des Gebietes und trennt es vom Egerland ab. Bereits 1414 wird ein befestigter Sitz genannt, 1417 wird das Dorf mit einer Kirche aufgeführt, die Besitzer des Ritterguts (v. Thela, Rab, v. Lindenfels, v. Schmidt) bestimmen das Schicksal des Gemeinwesens. 1777 wird der Rittersitz nach Sophienreuth verlegt.

1792 kommt die Markgrafschaft Bayreuth und damit auch Schönwald unter preußische Verwaltung, ab 1806 unter französische Militärverwaltung und schließlich 1810 an Bayern. 1818 wird die politische Gem. Schönwald mit Göringsreuth, Grünauer Vorwerk, Grünauermühle, Grünhaid, Kleppermühle und Sophienreuth gebildet.

Mit der Industrialisierung beginnt der rasche Verfall der Heimarbeit im Weberdorf Schönwald, wo 100 Webstühle standen. Einen Aufschwung nimmt das Dorf, als 1879 eine Porzellanfabrik mit 2 Öfen eingerichtet wird. Später kamen weitere Betriebe hinzu, aus denen die heutige Porzellanfabrik Schönwald hervorging. Dies brachte einen sprunghaften Anstieg der Einwohner und auch die Errichtung von Wohngebäuden mit sich.

1938 wird Schönwald Markt, 1954 erfolgt die Erhebung zur Stadt.
Quelle: Dietmar Hermann - Fichtelgebirgslexikon

eingemeindete Ortschaften:
Bernsteinmühle, Brunn, Buchbach, Göringsreuth, Grünauermühle, Grünauer Vorwerk, Grünhaid, Gutschönlind, Kleppermühle, Lenker, Merzenhaus, Neuenbrand, Perlenhaus, Reichenbach, Sophienreuth

www.schoenwald.net/

Arbeitskreis Heimatgeschichte
Pfleger Hans Ulrich

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