Marktredwitz

Geschichte

Marktredwitz liegt an einer urk. bereits 1061 genannten Straße, die von Nürnberg kommt und nach Eger führt.

In einer undatierten Urkunde des nordgauischen Markgrafen Diepold III. um 1140 wird als Zeuge u. a. der Pfarrer von "Radewize" angeführt. Durch diese erste urk. Erwähnung geht Redwitz, das auch ein im Bereich der Egerer Burg gelegener Ministerialensitz ist, als Pfarrort in die Geschichte ein.

1152 wird erstmals eine Burg genannt, 1314 als "villa forense" 1339 als "oppidum".

1339 schenkt Kaiser Ludwig der Bayer Redwitz dem Kloster Waldsassen, dieses verkauft es 1340 unter Vorbehalt des Patronatsrechtes an die Stadt Eger, die bis 1816 Eigenntümerin bleibt. Marktredwitz wird dadurch eine Enklave zwischen dem markgräflichen Sechsämterland und dem Stiftsland Waldsassen. 1384 werden stadtähnliche Rechte verliehen mit eigenem Wappen und Magistratsverfassung nach Egerer Recht.

Durch Staatsvertrag vom 14.4.1816 zwischen Bayern und Österreich wird das "Amt Redwitz" mit den dazugehörigen Dörfern Manzenberg und Pfaffenreuth und drei Häusern in Dörflas im Austausch mit dem bis dahin bayerischen Städtchen Vils, das an Oberösterreich kommt, der Krone Bayerns einverleibt.

01.12.1907 wird Marktredwitz zur Stadt erhoben, von 1919 bis 1935 und vom 01.04.1948 bis 31.12.1971 kreisfrei.

Durch den Anschluss an die Eisenbahnstrecke 1878 (Ost-West-Verbindung Eger-Nürnberg-Stuttgart) und 1882 (Nordsüd-Achse Berlin-Leipzig-München) siedeln sich große Industriebetriebe an, durch Neubaugebiete erweitert sich das Stadtgebiet und es steigt die Einwohnerzahl schnell an.

Marktredwitz wird zu einem Wirtschaftszentrum im Landkreis Wunsiedel i.F.

Als der Sitz der EUROGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern e.V. in die Stadt kommt, wird es auch zu einem Zentrum der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Westböhmen, südl. Sachsen und Thüringen, sowie Nordostbayern.

Eingemeindungen:

01.04.1939 Dörflas und Oberredwitz, 1972 Gem. Leutendorf, 1974 Gern. Thölau, 1975 Gem. Korbersdorf, 1976 Wölsau und die Gemeindeteile Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas, 1977 Gem. Wölsauerhammer und die Gemeindeteile Glasbütte und Katharinenhöhe, 1978 Gem. Lorenzreuth und Brand.
Quelle: Dietmar Hermann - Fichtelgebirgslexikon

eingemeindete Ortschaften: 
Brand, Breitmühle, Dörflas, Fridau, Glashütte, Grafenstein, Grünitzmühle, Haag, Haingrün, Katharinenhöhe, Korbersdorf, Leuthendorf,

Lorenzreuth

, Manzenberg, Meußelsdorf, Neu-Haag, Oberredwitz, Oberthölau, Pfaffenreuth, Reutlas, Untertöhlau,

Wölsau

, Wölsauhammer, Ziegelhütte, Miedelmühle, Rößlermühle, Wuttigmühle

Homepage der Stadt Martredwitz

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